Achselschweiß - Was tun?

Achselschweiß ist für die meisten Betroffenen ein Problem, das ganz einfach da ist! Es gibt keine logische Erklärung, kein bestimmtes Muster, nach dem der Achselschweiß auftritt. Viele finden sich in völlig alltäglichen Situationen wieder, sind absolut entspannt und nicht nervös, und dennoch schwitzen sie unter den Armen. Auch spielt bei den meisten keine Krankheit eine Rolle, und auch keine Nebenwirkungen gegen Medikamente oder Lebensmittel.

Warum also Achselschweiß?

Übermäßiges Schwitzen unter den Achseln ist ein überaus unangenehmes Problem. Die Kleidung wird feucht, Schweißflecken entstehen und im Laufe des Tages entwickelt sich unangenehmer Schweißgeruch. Es gibt nicht wenige, die sich aufgrund von starkem Achselschwitzen als Außenseiter fühlen. Tatsächlich ist es aber ein Problem, das wesentlich mehr Menschen haben als man annimmt.

Es beginnt normalerweise in den späten Teenie-Jahren und bleibt oftmals für viele Jahre bestehen – manche suchen ein Leben lang nach Hilfe gegen Achselschweiß. Natürlich ist es ihnen total peinlich, wenn Umstehende die feuchten Flecken sehen oder den Geruch riechen, so dass das soziale Leben enorm eingeschränkt werden kann. Auch können bestimmte Kleiderfarben oder Stoffe einfach niemals getragen werden.

Darüber hinaus ist das übermäßige Schwitzen unter den Achseln ein Problem, das man nicht so einfach mit Freunden oder Familie teilen kann. Fragen kommen auf wie „Womöglich könnten sie denken ich dusche mich zu selten oder bin unhygienisch!“ - doch tatsächlich ist die Wahrheit eine ganz andere...

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Achselschweiß – Die Ursachen

Wer stark unter den Achseln schwitzt, hat bisweilen damit zu kämpfen, dass der Schweiß regelrecht tropft, die Kleidung durchnässt und einen Geruch hinterlässt, dem herkömmliche Deodorants nichts entgegen zu setzen haben. Achselschweiß kann dabei als alleiniges Phänomen bestehen, oder in Verbindung mit anderen Formen der Hyperhidrose.

Die Hauptursache von Achselschweiß liegt tief im Körper und kann (kaum) reguliert werden – ein hyperaktives sympathisches Nervensystem in der Nähe der Wirbelsäule ist daran Schuld. Was genau die Hyperaktivität auslöst, ist nicht bekannt. Man nimmt an, dass Nervosität, Anspannung und Stress das Problem verschlimmern können. Aber unter Achselschwitzen leiden auch völlig entspannte und relaxte Menschen.

Achselschweiß – Was man tun kann

Eine unter Achselschwitzen leidende Person im Anzug entscheidet sich häufig dazu, den Anzug den ganzen Tag anzubehalten, selbst wenn es warm ist – so entgeht man vielleicht der Peinlichkeit. Oder durch das Auswechseln des Hemds mehrere Male am Tag. Doch was kann man sonst noch gegen den lästigen Achselschweiß tun?

Wir haben einige Ratschläge zusammengestellt:

  • Antitranspirant mit Aluminiumchlorid: Diese speziellen Deos gegen starkes Schwitzen sollten dann ausprobiert werden, wenn herkömmliche Deodorants nicht wirken und man dennoch übermäßig unter den Achseln schwitzt. Antitranspirante werden abends aufgetragen und verschließen die Schweißdrüsen. Sie sind sehr effektiv und müssen i.d.R. nur einmal die Woche aufgetragen werden. Hier finden Sie eine Liste der besten Antitranspirante.
  • Iontophorese: Die Iontophorese ist ein sehr erfolgreicher Behandlungsansatz bei Achselschweiss. Hierbei werden mit Leitungswasser oder mit einer Speziallösung getränkte Pads auf die Achseln gelegt, und dann mit einer Maschine verbunden, die kleine Elektrostöße entsendet. Zu Beginn sind mehrere Sitzungen notwendig um den Achselschweiss einzudämmen. Später wird das Verfahren nur noch alle paar Wochen angewandt. Man kann die Iontophorese bei einem Hautarzt oder einer Praxis für Physiotherapie durchführen, oder sich selbst ein Iontophorese-Gerät für Zuhause bestellen.
  • Sympathektomie: Die Sympathektomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem das für die Schweißbildung unter den Achseln verantwortliche Nervengeflecht abgeklemmt wird. Hält was es verspricht, muss aber unter Vollnarkose durchgeführt werden.
  • Vermeiden Sie scharfes, beißendes Essen wie z.B. Zwiebeln, Knoblauch oder Chili. Diese Lebensmittel können den Schweißgeruch intensivieren.
  • Malzessig ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Achselschweiß – er wird vor dem Schlafengehen auf die Achseln aufgetragen. Am Morgen abwaschen und dann das übliche Deo verwenden.

Achselschweiß auf einen Blick

  • Unter Achselschweiß oder übermäßiges Schwitzen unter den Achseln leiden wesentlich mehr Menschen als man annimmt
  • Achselschweiß kann soziale Isolation hervorrufen
  • Die Ursache von Achselschwitzen ist ein hyperaktives sympathisches Nervensystem in der Nähe der Wirbelsäule
  • Schwitzen unter den Achseln kann auch in völlig entspannten Situationen auftreten
  • Die Behandlung von Achselschweiß beinhaltet Antitranspirante, Medikamente zum Einnehmen, Iontophorese, Botox und chirurgische Eingriffe (Sympathektomie).