Schweissfrei leben

Operative Eingriffe gegen Starkes Schwitzen (Botox & Sympathektomie)


1. Botox – Was ist das?

In letzter Zeit gibt es immer mehr Hyperhidrose-Patienten, die sich einer Botox-Behandlung unterziehen, um dem übermäßigen Schwitzen Einhalt zu bieten.

In einer Botox-Behandlung wird das Nervengift Botulinum gespritzt (BOtulinum TOXin). Botox ist wohl besser bekannt als ein kosmetischer Eingriff zur Faltenreduzierung, wird aber darüber hinaus in der Medizin u.a. bei Muskel-Spasmen als auch bei bestimmten Arten von starken Kopfschmerzen verwendet.

Wie funktioniert Botox bei Hyperhidrose?

Botox blockiert die Nervenübertragung zwischen Muskeln, was dazu führt, dass die Muskeln in der Nähe der Injektionen für längere Zeit gelähmt werden. Die neueste medizinische Verwendung von Botox ist die Behandlung von Hyperhidrose.

Insbesondere bei ausgeprägten Fällen von Achselschweiß wird Botox verwendet. Hierbei werden 20-36 kleine Injektionen in jede Achsel durchgeführt, was eine ca. 6-9-monatige Zeit ohne Schweißproduktion nach sich zieht. Die Injektionen können relativ unangenehm sein, je nach Größe der Nadel.

Manche Behandlungszentren verwenden Botox-Injektionen auch zur Behandlung von Schweißhänden oder Schweißfüßen. Nachteil hierbei sind relativ starke Schmerzen, weshalb zunächst die Fußsohlen bzw. Handflächen betäubt werden müssen, sowie mögliche Muskelschwächen an Händen oder Füßen.

Botox: Qualitätskontrolle des Patienten

In den letzten Jahren ist es immer wieder zur Verwendung von falschen Botox-Präparaten gekommen, die unverhältnismäßig günstig angeboten werden. Um demnach sicherzustellen, das 'richtige' Botox zu bekommen, empfiehlt der Hersteller von Botox, die Firma Allergan Inc., dass Patienten im Vorfeld sehr genau recherchieren sollten, bei welchem Arzt sie sich behandeln lassen und wie erfahren er ist. Er sollte immer bestätigen können, dass Original-Botox verwendet wird und kein unlizensiertes Botulinum-Gift.




2. Sympathektomie bei Schweißhänden & Achselschweiß

Die Sympathektomie, fachsprachlich auch ETS (Endoskopische Transthorakale Sympathektomie) genannt, ist eine Methode zur Behandlung von starker Hyperhidrose. Die Operation macht die sympathischen Nerven, die für die Schweißbildung verantwortlich sind, funktionsuntüchtig. Diese Nerven befinden sich in der Thoraxhöhle in der Nähe der Wirbelsäule.

ETS ist sowohl effektiv als auch riskant. Komplikationen können niemals ausgeschlossen werden, wie z.B. Lungen- oder Nervenprobleme, oder die örtliche Verlagerung des Schwitzens an andere Stellen des Körpers. Verläuft die ETS allerdings reibungslos, wird man keine Probleme mehr mit der übermäßigen Schweißbildung haben.

Wie wird die ETS Sympathektomie durchgeführt?

Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt, der Patient schläft und verspürt keine Schmerzen. Unterhalb der Achselhöhle wird ein kleiner Einschnitt gemacht und der Chirurg führt ein kleines Teleskop mit einer Minikamera in die Thoraxhöhle (Brusthöhle) ein. Das sympathische Nervensystem wird lokalisiert. Mit einem Ultraschall-Vibrationsgerät wird zunächst vorsichtig ein Teil des Nervengeflechts aufgegliedert. Dann werden die neuralen Verbindungen in den Nerven getrennt (z.B. durch Elektrokauterisation) oder der Nerv abgeklemmt.

Wichtig ist, dass dieser Teil der Sympathektomie sehr präzise und vorsichtig durchgeführt wird, um spätere Komplikationen zu vermeiden.

Endoskopische Transthorakale Sympathektomie – nach der Behandlung

Die Instrumente werden entfernt, die Wunden geschlossen, und sichtbar bleiben nur sehr kleine Narben die man kaum sieht. Der Eingriff dauert ca. 30 Minuten auf jeder Seite, und nach dem Aufwachen kann der Patient wieder nach Hause. Unter optimalen Umständen wird der Patient sofort nach dem Aufwachen spüren, dass das Schwitzen gestoppt hat und innerhalb von 1 Woche wieder arbeiten und Sport treiben können.

Eine Sympathektomie wird durchgeführt, wenn Hyperhidrose-Patienten schon viele Antitranspirante und andere Mittel und Methoden ausprobiert haben. Die Erfolgsquote des Eingriffs ist hoch sofern keine Nebenwirkungen auftreten, insbesondere bei starkem Schwitzen unter den Achseln und an den Händen.

Schon sofort nach dem Eingriff ist die Hyperhidrose verschwunden. In nicht seltenen Fällen erfolgt innerhalb der nächsten Tagen ein „Ausgleichs-Schwitzen“ an anderen Stellen des Körpers, was aber zumeist tolerierbar bleibt.

Sympathektomie bei Schweißfüßen (Lumbar Sympathectomy)

Das exzessive Schwitzen an den Füßen kann, falls schon alle anderen Schweißfuß-Mittel ausprobiert wurden, mit einer Lenden-Sympathektomie chirurgisch behoben werden. Der Eingriff ist eine etwas größere technische Herausforderung als die ETS

Diese Sympathektomie wird unter Vollnarkose durchgeführt, wobei 3 kleine Einschnitte im hinteren Lendenwirbelbereich gemacht werden. Endoskopische Instrumente werden in den Körper eingeführt, das sympathische Nervengeflecht visualisiert und im Bereich L3-L4 durchtrennt. Die Operation dauert ca. 1 Stunde, allerdings sollte der Patient, im Gegensatz zur ETS, 1 Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben.

Wenn dieser Eingriff nicht mit äußerster Präzision durchgeführt wird, kann es zu Nebenwirkungen kommen, wie z.B. Taubheitsgefühle in der Hüft- und Lendenregion, Schmerzen, Blutungen und Ausweich-Schwitzen. Aktuelle Studien zeigen allerdings, dass diese Form der Sympathektomie die effektivste Behandlung von Schweißfüßen ist.

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